Wenn Träume wahr werden! 
Viele Jahre habe ich von dieser Reise geträumt und gehofft eines Tages mit dem Camper durch die endlose Weite Chile's und Argentiniens reisen zu dürfen. 
Und plötzlich wurde der Traum zur Realität. 

 

Patagonien 2025 

von Santiago de Chile nach Punta Arenas

4500km - 3,5 Wochen
und Erinnerungen die ein Leben lang bleiben!

 

12.11.2025 – Lasst die Spiele beginnen

Ich startete am Mittwoch, den 12. November 2025, von München über Madrid nach Santiago de Chile.

Andere beginnen ihren Urlaub entspannt und ohne viel  Tamtam – nur ich mal wieder nicht.
Ich saß um 9:00 Uhr morgens noch beim TÜV, dezent gestresst, ob alles noch rechtzeitig fertig werden würde.
Gepäck nur zur Hälfte fertig und somit "dezent" unter Strom :D

Um 15:00 Uhr stand dann meine Freundin Tine vor der Tür, und es ging endlich los. Drei Jahre lang hatte ich auf diese Reise gewartet – drei Jahre – und jetzt fuhr ich endlich zum Flughafen.

Ich stand am Check-in-Schalter mit bester Laune, wenn auch ziemlich müde, und wollte meine Koffer aufgeben, als mir die Dame am Schalter mit den Worten:

„Sie werden heute nirgendwo hinfliegen, denn der Flieger ist überbucht“

innerhalb von gefühlt zwei Sekunden den ganzen Tag ruinierte.

Was ich kurzzeitig als schlechten Scherz interpretiert hatte, wurde schnell bitterer Ernst. In mir wuchs die Panik, dass mein so sehnlichst erhoffter Urlaub und meine Reise nach Patagonien gerade den Bach runtergingen.

Drei Stunden später, nach unzähligen Tränen und vielen Telefonaten, durfte ich tatsächlich als letzte Person des Fliegers noch mit, nachdem einige Gäste nicht erschienen waren. Ich konnte gar nicht beschreiben, was ich in diesem Moment fühlte und was in mir vorging.

Und dann ging es tatsächlich los:
München – Madrid – Santiago de Chile.

Vollkommen fertig, aber glücklich fand ich am Ende doch noch meinen Weg ans Ziel.

Adiós Alemania – hola Santiago de Chile.

 

 

13.11.2025 A warm welcome! 

 

„Griaß di Anna-Lena in Santiago de Chile.“

So lautete die Begrüßungstafel in Santiago,
als mich Mona am Flughafen begrüßte.
Ab jetzt hieß es für 3,5 Wochen: Mona & Leni on Tour.

Wir starteten mit dem Taxi direkt vom Flughafen zum Treffpunkt unserer Camperfirma "Masai", um dort unseren Begleiter für unsere Reise abzuholen.
Diego – so nannten wir unseren Van und unser neues Zuhause für die nächsten dreieinhalb Wochen.

Ausgiebige Einweisung und Ausrüstung: Check.

Danach ging es für uns noch kurz zum Shopping und zum Ausrüsten für die nächsten Tage.
Anschließend fuhren wir zum Hotel, das wir für die erste Nacht noch von Deutschland aus gebucht hatten.

Über die Parksituation mit unserem Diego wollten wir eigentlich nicht mehr sprechen. Allein wenn ich daran dachte, bekomme ich jetzt noch Puls.
Die Kurzfassung der Tragödie:

Santiago de Chile ist nicht für Vans über zwei Meter Höhe ausgelegt. :D und Spanisch sprechen wäre hier bereits absolut von Vorteil gewesen!

Wir beendeten unseren Abend mit dem ersten richtigen Dinner, einem wohlverdienten Pisco Sour, und waren somit final angekommen.

Mein Traum war endlich wahr geworden.

 

14.11.2025 - a loooong way to go

 

What a long way down – um genau zu sein 800 Kilometer.
Wie lang konnte ein Tag bitte sein?

Von Santiago de Chile ging es nach Villarrica, zu unserem ersten Ziel: dem Eclipse Camperpark.

550 Kilometer fuhr ich, den Rest übernahm Mona, die unseren Diego sicher bis zum ersten Ziel brachte.

Der Campingplatz war ein absoluter Traum.
Ruhig, am Berg gelegen, mit Hunden, warmem Wasser und einem eigenen Bad – besser hätte unser Campingstart kaum sein können.

Nach circa neun Stunden Fahrt ließen wir den Abend ruhig ausklingen. Wir kochten selbst, waren wirklich angekommen, atmeten ein paar Mal tief durch und verbrachten unsere erste Nacht im Dachzelt.

An dieser Stelle ein Tipp von mir, dem angehenden Campingprofi :D : 

Nicht zu spät trinken.

Der Abstieg aus dem Dachzelt war nur halb so easy, wie ich dachte. Und wer will nachts schon 3-4x zum pippi machen aufstehen?


15.11.2025 – Heiße Becken, Wasserfälle und viel Regen

Guten Morgen, Villarrica.

Obwohl das Wetter gestern bei unserer Ankunft unfassbar schön gewesen war, hatten wir heute wohl etwas weniger Glück. Der Himmel war grau, bewölkt und leider mit leichtem Nieselregen. Mit etwas gedrückter Laune machten wir unseren Diego startklar und fuhren los zu unserem ersten Ziel des Tages. 🚐 

Termas Los Pozones

Einmal eintauchen in die heißen Quellen von Los Pozones. Aufgeteilt in sechs Becken mit Temperaturen zwischen 35 und 44 Grad fand hier wirklich jeder sein perfektes Becken. Nach knapp drei Stunden Schwimmen und Aufweichen reichte es dann aber auch wieder, und wir fuhren weiter zum nächsten Stopp. Kaum zu glauben, dass das Wetter heute noch so schön geworden war, denn während wir die Zeit in den Becken verbracht hatten, hatten wir plötzlich strahlenden Sonnenschein. ☀️ 

Tres Saltos – die drei Wasserfälle

Nur unweit der Termas und circa 40 Minuten Fahrt von Pucón entfernt fanden wir Tres Saltos – einen kleinen, versteckten und eher unscheinbaren Ort mit drei großen Wasserfällen, die durch eine kurze und einfache Wanderung zu erreichen waren. Und das Beste:
Wir waren komplett alleine. 🤩 

Da das Wetter an diesem Punkt leider wieder nicht richtig mitspielte, der Sonnenschein von vorhin verschwunden war und sich der nächste Regen ankündigte, flohen wir in ein kleines Café. Nur wenige Minuten von unserem Campingplatz entfernt lag das Café Molco. 🍰 ☕️ 

Eine sehr freundliche Chilena bediente uns und brachte selbstgemachten Kuchen und Kaffee. Da es draußen mittlerweile schüttete, blieben wir einfach drinnen und knapp drei Stunden wurde der Regen endlich weniger, und wir fuhren zurück zum Campingplatz. Die Wolken zogen langsam ab, und zurück blieb ein rosafarbener Abendhimmel, der diesen verregneten, aber gelungenen Tag perfekt beendete.

 

16.11.2025 – Drei Hunde, zwei Katzen und ein Pferd


Von Villarrica führte uns der Weg frühmorgens zuerst an den Strand.

Coffee with View
– direkt am Strand genossen wir unseren Kaffee vor der nächsten Monsteretappe, natürlich in der Bialetti selbst gebrüht.

Villarrica – Caleta Arena | 350 km (ca. 4,5 Stunden Fahrt)

Auch wenn die Fahrten hier wirklich sehr lang waren, gab es immer etwas zu sehen, zu lachen oder zu bequatschen. Und ehe man sich versah, war man auch schon am nächsten Ziel angekommen – in unserem Fall dem Camping Hostal Campus Sandy. 🐈 🐶 🐴 

Dort angekommen wurden wir voller Freude und Übermut begrüßt. Zwar nicht von Menschen, aber von drei supersüßen Hunden, zwei wuscheligen und verschmusten Katzen und einem ziemlich scheuen Pferd. Es fühlte sich eher an wie eine Ranch in den USA und weniger wie ein Campingplatz mitten in Chile.

Eine Stunde lang versuchten wir vergeblich, nach den Besitzern Ausschau zu halten. Was hier allerdings gar nicht so untypisch war. In dieser Zeit machten wir uns ein wohlverdientes Bier auf, bis wir plötzlich von Federico begrüßt wurden. Er war zwar nicht der Besitzer des Campingplatzes, kümmerte sich aber um alle anreisenden Gäste. Trotz massiver Sprachbarriere verständigten wir uns mit Händen und Füßen, bevor wir anfingen, unseren Diego herzurichten. ☀️ 

Die Ruhe, die Aussicht und das Gefühl, hier mitten in Chile zu sitzen, waren einfach unbeschreiblich. Diego war fertig, und wir ließen den Abend ganz gemütlich ausklingen – mit Wein und selbstgemachter Spaghetti Arrabbiata. Und tatsächlich gab es hier auch eine warme Dusche :)
Mitsamt Wärmflasche ging es spät abends dann ins Bett.

 

17.11.2025 Fährentango Deluxe


Mona schlief noch, während ich bereits mit meinem Schlafsack und den Hunden auf der Terrasse lag.

Es war wieder grau, ziemlich kalt und stark bewölkt.

Ich genoss die Ruhe, bevor es losging mit unserem Marathon, der heute zwei Fährfahrten, eine lange Autofahrt und viel Warten mit sich bringen würde.

Während ich so dalag, wurde mir wieder einmal bewusst, wie dankbar ich für dieses Leben sein durfte. Ich hatte schon so viele Reisen in meinem Leben gemacht und bin so vielen Träumen und Zielen hinterhergejagt – und nun lag ich hier erneut in einem meiner lang, lang, lang ersehnten Reiseträume.

Nachdem Diego fertig gepackt war und wir gefrühstückt hatten, starteten wir in Richtung Caleta Arena zur ersten Fähre von Caleta Arena nach Hornopirén. Die Überfahrt dauerte circa 30 Minuten. Im Hafen angekommen schüttete es mittlerweile, als würde die Welt untergehen. Vom Anleger bis nach Hornopirén fuhren wir noch einmal etwa eine Stunde. ⛴️ 

Nun hatten wir fünf Stunden zu überbrücken, bevor wir mit der großen Fähre von Hornopirén nach Caleta Gonzalo übersetzten. Kaffee trinken, Burger essen und – nachdem der Regen endlich Pause machte – eine riesige Runde spazieren gehen. Gegen 18:20 Uhr legten wir dann aber endlich ab.

Unser Ticket für diese Fähre hatten wir bereits in Deutschland gebucht, da die Plätze stark limitiert waren und man sonst schlicht nicht mitgenommen wurde. Die Fähre fuhr nur zweimal täglich, somit war die Vorausbuchung ein absolutes Muss.

Nach circa vier Stunden war der Zwischenstopp erreicht. Kurz wunderten wir uns - wie Zwischebstopp?! , dann hieß es: runter von der Fähre, 30 Minuten über eine massive Schlaglochpiste zum nächsten Schiff – und wieder weiter. Eine ziemliche Tortur, bis wir endlich an der letzten Fähre angekommen waren. Dort hieß es nun wieder 40 Minuten Fahrt, bis wir gegen 23:00 Uhr im Hafen von Caleta Gonzalo ankamen. 😴 

Mona übernahm ab hier das Steuer, denn am Ziel waren wir leider immer noch nicht. Bis zu unserem Hostal in Chaitén waren es noch einmal eineinhalb Stunden Fahrt. Die Strecken waren an sich nicht wirklich weit, jedoch waren die Straßen so unfassbar schlecht, dass es keine Chance gab, auch nur ansatzweise schneller zu fahren.

Hundemüde und vollkommen fertig kamen wir gegen 1:00 Uhr endlich an. Selten hatten wir uns so sehr über ein warmes Bett gefreut. Heute schliefen wir nicht im Camper. Nach diesem langen Tag musste einfach ein richtiges Bett her. 🫠🫩

 

18.11.2025 – Chaitén, 4x4 Abfahrten und ganz viel Wind

Duschen, packen, tanken und los. Kurzer Kofferraumsnack an der Tankstelle und dann ging es auf unsere laaaaaange Etappe Richtung Cerro Castillo. Tanken gehört übrigens zu den wichtigsten To-dos, da man teilweise hunderte Kilometer zurücklegte, ohne unterwegs auch nur eine Tankstelle zu sehen.

Die Fahrt nach Villa Cerro Castillo war lang, aber landschaftlich wunderschön. Dank der vielen True-Crime-Podcasts verging auch diese Zeit relativ schnell. Unser Ziel, der Cerro Castillo, war auf den letzten Kilometern zum Schlafplatz ständig in Sicht.

Die Anfahrt zum Campingground war allerdings noch einmal unheimlich spannend, denn um zum finalen Ziel zu gelangen, mussten wir einen Abhang hinunterfahren, der ausdrücklich nur für 4x4-Fahrzeuge ausgeschrieben war. Gesagt, getan – runter ging es. Mehr Herzrasen als nötig, aber kurz darauf waren wir sicher an unserem Ziel angekommen.

Wir standen auf einem scheinbar verlassenen Campingplatz direkt am Fuß des Berges. Am Abend herrschte eine wunderschöne, wenn auch sehr, sehr windige Sundowner-Stimmung. Glaubt man den Wetter-Apps, hatten wir in dieser Nacht zwischen 60 und 80 km/h Wind. 🌬️ 

Wir machten unseren Diego fertig für die Nacht und kochten uns im windgeschützten Bereich unser Abendessen. Die Pläne für die nächsten Tage waren geschmiedet, und so ließen wir den Abend nach Essen und Abwasch gemütlich ausklingen.

 

19.11.2025 – 22 km ohne geplantes Ziel, Wind, Regen und Schnee


10:00 Uhr morgens. Wir starteten zu unserer geplanten Tour: dem Cerro Castillo. Schneebedeckte Gipfel, darunter eisblaues Wasser & viel Sonne – so zumindest der Plan. Am Morgen war der Himmel jedoch grau bewölkt und kein freier Gipfel in Sicht.

Wir starteten trotzdem und folgten dem gut erkennbaren Weg. Nach circa zwei Stunden erreichten wir die Abzweigung zum geplanten Gipfel. Dort erfuhren wir, dass der Cerro Castillo aktuell geschlossen war, da es viel zu windig und zu gefährlich sei.

Solche Nachrichten wollte ich absolut nicht hören, aber es gab keine Chance. Also schnell einen Ersatzplan finden und weiter ging es – neues Ziel: Laguna Duff. ⛰️ 

Da wir die bisherigen Höhenmeter nicht umsonst gemacht haben wollten, ging es für uns weiter.
Die Laguna Duff lag direkt unterhalb zweier markanter Gipfel und war nach weiteren eineinhalb bis zwei Stunden Aufstieg erreichbar. Am Ende standen insgesamt 22 Kilometern und 1.300 Höhenmeter auf der Smartwatch.

Oben angekommen war es nicht nur saukalt, sondern wir hatten zusätzlich Schneeregen und starken Wind. Deshalb stiegen wir relativ zeitnah wieder ab und verlegten unsere eigentlich geplante Pause weiter nach unten.
Alles in allem war es trotzdem eine tolle Tour – landschaftlich trotz dem Wetter, einfach toll.

Zurück am Auto ging es für uns aber direkt weiter.
Heute standen noch einmal drei Stunden Fahrt auf dem Plan, um unser nächstes Ziel Puerto Río Tranquilo zu erreichen.

Also Sachen gepackt, rein ins Auto und los. Drei Stunden reinste Schotterpiste und Schlaglochparty – anstrengend, aber landschaftlich wieder einmal wunderschön.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Ziel für die nächsten zwei Tage: Camping Río Chifrio in Puerto Río Tranquilo. Vermutlich der bisher schönste Campingplatz dieser Reise – Hunde, Katzen und Hühner, ruhig, mitten in der Natur. Muy bien 🤍


 

20.11.2025 – Hola Río Tranquilo

 

Abgesehen von dem unfassbar nervigen Hahn, der ab 5:45 Uhr morgens direkt neben unserem Diego Terror gemacht hatte, war das Aufwachen auf diesem Campingplatz todo bien :) 

Wir starteten entspannt in den Tag: Dorfbummeln und Kaffee in der Sonne, bevor es um 11:00 Uhr zu unserer Tour zu den Marmol Caves ging.

Um 11:30 Uhr stiegen wir ins Boot, fuhren raus auf den See und zu den berühmten Marmol Caves.
Viel auf Bildern gesehen, noch mehr davon gehört – und keinesfalls enttäuscht worden.
Die Farben des Wassers, die Höhlen an sich, einfach alles war ein perfektes Erlebnis.

Wir lernten hier zwei nette Angestellte kennen, den Tourguide Vito und den Fotografen Douglas, und verabredeten uns nach der Bootstour für später am Abend. Vorher aber Mittagessen – absolut ausgehungert ging es in ein typisch chilenisches Lokal. Super gutes  Essen & noch bessere Drinks.

Am Nachmittag wurde geduscht, Zeit am Campingplatz verbracht, ein kleines Nickerchen gemacht – eben Urlaub. Freizeit genießen. Später stieß Douglas zu uns. Er sprach kaum Englisch, also lief die Unterhaltung mit Google Übersetzer, Händen und Füßen. 😅

Er zeigte uns ein tolles Plätzchen bei einem Wasserfall in Río Tranquilo, wo wir einige Zeit gemeinsam saßen, bis Vito ebenfalls dazukam. Gemeinsam starteten wir zu einer kleinen Wanderung und waren bis spät nachts, im Dunkeln, unterwegs. Gegen Mitternacht kehrten wir zum Campingplatz zurück, tranken Tee, lachten und brachten uns gegenseitig Spanisch und Englisch bei. 🤗

Solche Erlebnisse prägen Reisen besonders:
Menschen kennenlernen und sich nicht von Sprachbarrieren abhalten lassen, gemeinsam Zeit zu verbringen und Neues zu entdecken.

21.11.2025 – Kaiserschmarrn for life

 

Wir starteten dank Mona mit Kaiserschmarrn in den Tag. Ja, ihr habt richtig gehört – Mona hatte tatsächlich Kaiserschmarrn für mich dabei. Besser hätte ein Morgen kaum beginnen können. Gemütlich in der Sonne liegend, in unseren Campingstühlen, genossen wir den Kaiserschmarrn, das Leben und starteten entspannt in den neuen Tag.

Gegen Mittag machten wir uns langsam abfahrbereit, starteten vorher aber noch einmal zu den Jungs in den Shop für einen gemeinsamen Mate – Kräutertee aus kleinen Bechern mit einem Siebstrohhalm. Sollte jeder mal probiert haben, der in Chile unterwegs war. Allerdings sehr gewöhnungsbedürftig.

Vito musste zurück aufs nächste Boot, Douglas musste arbeiten, und wir machten unseren Diego abfahrbereit für die nächste Etappe. Am Nachmittag trafen wir die Jungs noch einmal für ein gemeinsames, finales Mittagessen, bevor es für uns weiterging Richtung Chile Chico.

Packen, tanken, Hubdach schließen, noch ein paar kleine Leckereien für Mona und mich besorgen – und los ging es.

Zum Lunch trafen wir uns im Café Chifrio. Die Besitzerin Conny ist Österreicherin, die der Liebe wegen nach Chile ausgewandert war und dort das Café eröffnet hatte. Eine absolute Empfehlung meinerseits. ♥️👍🏼 


Nach einem fantastischen Mittagessen ging es dann aber weiter. Circa vier Stunden Fahrt bis zum heutigen Ziel Chile Chico. Von hier aus führt uns der Weg morgen über die Grenze nach Argentinien.

Nach der langen Fahrt suchten wir uns einen kleinen Campingplatz, etwa zehn Minuten vor der Grenze entfernt, und verbrachten hier eine ruhige Nacht.

Morgen heißt es: Adiós Chile – hola Argentina.

 

22.11.2025 – 11,5 Stunden Schlagloch- und Schotterpiste Deluxe

 

Heute stand die letzte, wirklich lange Tagesetappe an. Und eines konnte ich mit absoluter Sicherheit sagen:
Die endlose Fahrerei in diesem Land würde ich nicht vermissen.

Von Chile Chico nach El Chaltén zum Fitz Roy waren es rund 780 Kilometer. Unterwegs gab es genau zwei Tankstellen. Viel Zeit für Podcasts, junkfood und unfassbar starken Wind – zum heutigen Tag gab es deshalb nicht viel mehr zu sagen. 

Außer: Wir hatten zum ersten Mal in unserem Leben Guanakos gesehen, waren mit 80 km/h durch wadentiefe Schlaglöcher gebrettert und hatten zwischendurch wirklich Angst, ab diesem Punkt ohne Auto weiterreisen zu müssen. 😅

Am späten Nachmittag erreichten wir El Chaltén. Massiver Wind, Nieselregen und absolut Game Over.
Bei unserer Ankunft herrschten Windstärken von bis zu 100 km/h, und ich hatte bereits leichte Panik vor der Nacht.

Unser heutiges Abendessen bestand aus Chips und einer Flasche Rotwein. Nachdem wir auf dem Camping ElRelincho alles fertig gemacht hatten, ging es direkt ins Bett. So fertig, so müde und so k. o. war ich schon lange nicht mehr – und das alles von dem "bisschen" Autofahren 😂

 

23.11.2025 – What a night…


„Es wird windig“, hatten sie gesagt.

Ja Freunde – das war dezent untertrieben.

Die Nacht war zumindest für mich die reinste Hölle.
Bis zu 120 km/h Wind, und wir sprechen hier von Seitenwind, hatten mich kaum ein Auge zumachen lassen. Mona hatte geschlafen wie ein Stein, während ich panisch überlegt hatte, ob unser Auto diese Nacht wirklich überleben würde.

Entsprechend fertig starteten wir in den Tag.
Gegen 9:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zu unserer heutigen Tour: Fitz Roy.

El Chaltén ist sehr klein, deshalb startete die Wanderung direkt am Campingplatz. Nach etwa fünf Minuten erreichten wir das offizielle Gate, an dem wir unsere Tickets vorzeigen mussten. Die Parkeintrittsgebühren haben es tatsächlich in sich, also kauften wir uns direkt den Drei-Tages-Pass, um zumindest ein bisschen Geld zu sparen.

Wir starteten die Tour durch dichten, grünen Wald, aber der Weg war stets klar erkennbar. Es war einiges los, aber wir hatten deutlich mehr Menschen erwartet. Aufgrund unseres Tempos überholten wir etwa 70 % der Leute und konnten den Großteil des Weges in Stille genießen.

Nach circa vier Stunden erreichten wir – inklusive Foto-, Ess- und Trinkpausen – den Lago de los Tres.
Auf dem letzten Stück des Hikes nahmen die Menschenmengen merklich zu, was sich oben am See jedoch wieder relativierte, da genug Platz für alle blieb.

Wir suchten uns ein kleines, feines Plätzchen direkt am noch teilweise zugefrorenen See und genossen unser Gipfelbier und die Sonne. Und auch dieses Mal hatte es das Hofei-Bier mit in meinen Koffer geschafft – vom Kilimandscharo bis nach Patagonien, ein Bier auf Reisen. 🍺

Kurz bevor wir uns auf den Rückweg machten, stand plötzlich ein Fuchs vor uns und bahnte sich seinen Weg durch die Menschenmengen. Damit hatte hier oben definitiv niemand gerechnet. 🦊 

Nach ein paar Fotos traten wir den Rückweg an.
Voll motiviert – oder eher angespornt durch den
El-Calafate-Sour, der unten im Ort in einer Bar auf uns wartete – liefen wir etwa 80 % der Strecke zügig und erreichten nach nur 1,5h Stunden wieder unseren Campingplatz.

1.400 Höhenmeter und 23 Kilometer – ein Tag, den man nie vergessen wird. ✨
Duschen, umziehen und los. Ein El Calafate Sour zur Belohnung & somit die Krönung dieses Tages.


 

24.11.2025 – Happy Birthday, Mama


Happy Birthday, Mama – liebe Grüße aus "schlaflos in Patagonien".

Heute hatte Mama Geburtstag, also war die erste Aufgabe des Tages ein FaceTime-Call in die Heimat.

Ich hatte gedacht, die erste schlaflose Nacht wäre nicht mehr zu toppen gewesen … aber ich hatte mich geirrt.
In dieser Nacht war der Wind so stark, dass unser Auto kurz ins Rollen kam. Das braucht ja wirklich kein Mensch. Und Mona? Die hatte mal wieder geschlafen.😴 😂

Heute war einfach mal Chill-Milli-Day.
Die letzten Tage waren wunderschön, aber auch sehr ermüdend gewesen. Viel gesehen, viel erlebt – jetzt musste auch mal ein Pausentag her.
Der Spruch passte ganz gut:

Es ist kein Urlaub, es ist eine Reise.

Wir starteten mit einem mega Frühstück in einem kleinen Café und planten dabei ein wenig die kommenden Tage und unsere weitere Route. Den Rest des Tages verbrachte ich in der Hängematte, während Mona sich durch El Chaltén treiben ließ und die Läden leer shoppte. 

Abends kochte ich uns etwas zu essen, und wir gingen noch eine kleine Runde durch den Ort spazieren.
Wie schön es war, auch einfach mal nichts zu tun. 🙂

 

25.11.2025 – Good morning, El Chaltén


Dank einer kleinen, aber feinen Schlaftablette hatte ich in dieser Nacht endlich wieder ein paar Stunden schlafen können und heute ging es für uns dann weiter nach
El Calafate – zum Gletscher.

Wir starteten früh in El Chaltén, um noch vor dem angekündigten Wetterwechsel am Gletscher zu sein.
Nach circa zweieinhalb Stunden Fahrt erreichten wir El Calafate. Von dort aus ging es noch einmal etwa eine Stunde durch den Nationalpark bis zum offiziellen Start- und Aussichtspunkt.

Es knackte und knarrte im riesigen Eis, und wieder einmal fühlte ich mich unfassbar klein. Bis zu 40 Meter hoch und bis zu 150 Meter tief präsentierte sich die eisig-blaue Zunge des Perito-Moreno-Gletschers vor uns.

Wir starteten mit einer freien Wanderung auf den angelegten Stegen und Plattformen, bevor wir tatsächlich mit einem Boot aufs Wasser hinausfuhren und direkt an den Gletscher heran.
Alles noch rechtzeitig, bevor der angekündigte Regen einsetzte. Auf dem Rückweg nach El Calafate ließ der Regen jedoch schnell wieder nach, und pünktlich zum Check-in in unserem heutigen Hotel kam sogar die Sonne zurück.

Ja – da war es, das Wort Hotel.

Nachdem ich die letzten Nächte wirklich sehr wenig Schlaf bekommen hatte, beschlossen wir, uns eine Nacht mit Ordnung und ohne Dachzelt zu gönnen. Das musste jetzt einfach sein: eine warme Dusche, ein eigenes Bett, auf die Toilette gehen, ohne aus dem Zelt zu klettern. Wie schnell man plötzlich seine Ansprüche reduzierte. 🥲

Wir bezogen unser Domizil, zogen danach noch durch die Straßen, freuten uns über die vielen Hunde, tranken ein Bier, ließen die bisherige Reise Revue passieren und gingen anschließend zum Abendessen.

 

26.11.2025 – Adiós Argentina, hola Chile

 

Ausgeschlafen und bereit für den nächsten Tag ging es am Vormittag noch einmal durch El Calafate: Shopping, Kaffee trinken und Tagebuch schreiben, bevor wir gegen 14:00 Uhr aufbrachen in Richtung Grenze und Torres-del-Paine-Nationalpark.

Die Fahrt dorthin war – wieder einmal – sehr abenteuerlich. Von ruhigem Asphalt ging es über Buckelpisten, teilweise ohne erkennbaren Straßenbelag. Diego machte auf diesen vielen Kilometern wirklich einiges mit.

Der Grenzübergang nach Chile war deutlich strenger als der in Argentinien. Mit Hunden wurde unser Auto kurz kontrolliert, bevor wir weiterfahren durften. Unsere Eier mussten wir allerdings dalassen, da sie nicht gekocht waren.

Nach der Grenze fuhren wir zunächst nach Puerto Natales, um Diego vollzutanken. Hier befand sich die einzige Tankstelle in der Gegend, und ein voller Tank war für die kommenden Tage

 

27.11.2025 – Welcome Torres del Paine


So viele Bilder hatte ich gesehen, so viel darüber gelesen – und nun stand ich plötzlich mit unserem Camper mitten in Patagonien, live vor Ort und mittendrin.

Am Abend zuvor hatte ich meiner besten Freundin eine WhatsApp geschickt: ein Foto vom Sonnenuntergang über den Torres del Paine. Ihre Antwort lautete:

„Nun bist du endlich da, wo du so lange sein wolltest. Du hast dein Ziel erreicht.“ 🤍✨

Ich hab selten so viel geweint wie in diesem Moment und sie hatte zu 100% recht! 

Die ersten beiden Tage verbrachten wir geplant am Lago Pehoé, wo es eine der wenigen Campingmöglichkeiten gab, inklusive überdachtem Tisch und Bänken. Alles in allem war es ein richtig schöner Stellplatz.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, starteten wir zu unserer ersten Tour: Salto Grande und die circa 1,5 Stunden lange Wanderung zum Lago Nordenskjöld. Die Lagune lag eingebettet zwischen gletscherbedeckten Gipfeln des Massivs – einfach surreal. Worte konnten das alles kaum beschreiben.

Am Salto Grande stürzte das Wasser des tosenden Wasserfalls in die Tiefe, und durch den entstehenden Sprühnebel entstand ein Regenbogen, der diesem perfekten Tag die Krone aufsetzte. Ganz ehrlich:

Ich wollte in diesem Moment gar nicht weg, sondern nur die Landschaft in mich aufsaugen. Den Wind konnte ich dabei getrost ignorieren. 🥲🤭🙈

Zurück am Campingplatz gönnten wir uns eine Flasche Wein, spielten eine Runde UNO und ließen den Tag ausklingen. Voller Glücksgefühle und mit Herzen, die vor Eindrücken nur so überquollen.

 

28.11.2025 – Ferry time zum Grey-Gletscher


Guten Morgen, Sunshine!
Blauer Himmel, keine einzige Wolke am Himmel –
ein perfekter Start in den Tag.

Wir starteten früh, um die erste Fähre zu erwischen.

Ohne Ticket war das ein reines Glücksspiel für uns –
aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Mit der Fähre ging es circa 30 Minuten mit dem Boot bis zum Anlegepunkt. Von dort liefen wir zum Mirador Grey, einem Aussichtspunkt mit spektakulärem Blick auf den Gletscher. Der Weg war einfach, unbeschwert zu gehen, aber die Aussicht war atemberaubend.

Während des Aufstiegs verlief rechts neben uns das Massiv der Torres del Paine, links lag der Lago Grey, und je weiter wir nach hinten gingen, desto beeindruckender wurde der Ausläufer des Gletschers.

Wir legten uns entspannt in die Sonne, schlossen die Augen und genossen die ruhige, klare Luft. Zwei Stunden lang lagen wir einfach da und saugten den Moment auf – eine Ruhe, die unglaublich viel Kraft und Gelassenheit gab. 🤍

Am Nachmittag nahmen wir die Fähre zurück und fuhren zum Campingplatz. Mona und ich gönnten uns am Abend ein Menü im Restaurant inklusive dem einen oder anderen Pisco Sour. Danach endete der Tag mit einer lustigen Runde UNO.

Was für ein unfassbar herrlicher Tag –
gracias, Patagonien! ✨

 

29.11.2025 – Reih dich ein in die Ameisenstraße


Heute war es soweit: Wir wanderten zum Mirador Base Torres, dem Lago Torre.

Wir starteten um 7:00 Uhr am Lago Pehoé, um möglichst früh loszugehen und die Massen zu umgehen. So früh wie möglich zu starten, war hier wirklich der Schlüssel - dachten wir!

Absolut gehypt und hochmotiviert legten wir los.
Doch schon bald zeigte sich: Motivation allein reichte heute nicht. Die Tour war steil, matschig und irgendwie nervig. Trotz anfänglicher guter Laune war unsere körperliche Verfassung eher miserabel.

Die letzten Kilometer schlichen wir nur noch im Ameisengang Richtung Ziel. Von „gemütlich“ war hier nichts mehr zu spüren – es war ein echter Kampf, körperlich wie mental weil man sich so konzentrieren musste um den hunderten von Menschen nicht auf die Füße zu steigen.

Am Base Torres tummelten sich die Massen.
Schlange stehen für „DAS“ eine Bild. 😶‍🌫️🫠 So hatte ich mir den heutigen Tag absolut nicht vorgestellt.

Was meinen Tag aber ohne jede Frage erhellt hatte,
waren Johannes & Chris. ☀️

Ganz zu Beginn meiner Reise hatte ich weinend am Flughafenterminal gesessen und Panik gehabt, nicht in den Flieger zu kommen. In meiner Verzweiflung hatte ich meine beste Freundin angerufen und das Gespräch mit den Worten beendet: Das Einzige, was ich gerade noch will, ist ein verdammter Schnaps – und in diesen Flieger zu steigen! 😡 

Gegenüber von mir hatte ein nettes Pärchen gesessen, und keine fünf Minuten später war einer der beiden aus dem Duty-Free-Shop zu mir zurückgekommen und hatte mir mit einem Lächeln einen Jägermeister gereicht:

„Wird alles klappen, wirst schon sehen!
Und bis dahin trink erst mal einen Schnaps.“ 🥹

Und genau diese beiden ganz besonderen Menschen trafen wir dann beim Aufstieg zu den Torres wieder. Manchmal hält das Leben wirklich die tollsten Dinge für uns bereit – oder eben die tollsten Menschen. ♥️

Gemeinsam bewältigten wir den Aufstieg – und auch den Abstieg. Am Eingang des Parks mussten wir uns fürs Erste verabschieden – bis bald und auf Wiedersehen, statt Ciao und macht’s gut.

 

Unsere letzte Nacht im Torres del Paine

 

Mona und ich machten uns auf den Weg zum nächsten Stellplatz – unsere letzte Nacht im Diego und unsere letzte Nacht im Nationalpark Torres del Paine.

Wir fuhren etwa 50 Minuten in ein ruhigeres Eck des Nationalparks, an den Lago Azul. Mit drei bis vier anderen Vans teilten wir uns eine große, freie Stellfläche direkt am See. Besser hätte der letzte Spot für uns nicht sein können. 🤩 

Ruhig gelegen, mit unfassbar toller Aussicht auf die Torres del Paine – und das Herz einfach nur voll von all dem Erlebten. 🤍

Wir machten Diego fertig für die Nacht, kochten unser Abendessen, und ich nahm noch einmal die Kamera, um ein paar letzte Sonnenuntergangsaufnahmen einzufangen.


 

30.11.2025 – It’s coming to an end 

 

Gegen 4:30 Uhr schlüpfte ich aus dem Schlafsack und „flüchtete“ aus dem Camper. Der letzte Sonnenaufgang in der freien Natur, bevor es zurück in die Zivilisation ging.

Während Mona noch tief und fest schlief, saß ich am Lago Azul und wartete geduldig auf den Sonnenaufgang.
Ein paar Tränen kullerten über meine Wangen – Tränen voller Dankbarkeit, Freude und Zufriedenheit. 🥺

Irgendwie hatte der Kopf es immer noch nicht ganz verstanden, dass ich endlich hier gewesen war. Mein Herz hingegen hatte sich unsterblich in dieses Land und diese Natur verliebt – und der Gedanke, all das schon bald wieder zurückzulassen, machte mich traurig.😢

Obwohl einige Camper die Nacht mit uns am See verbracht hatten, war ich 2,5 Stunden ganz alleine und genoss die Stille und Ruhe in vollen Zügen.
Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang legte ich mich noch einmal kurz in unseren Diego und schloss die Augen, bevor es nach dem Frühstück ans Saubermachen und Einpacken ging.

Am frühen Nachmittag brachen wir auf nach Puerto Natales – unser vorletzter Stopp dieser Reise. Kurzentschlossen buchten wir uns ein Hostelzimmer, da wir keine passenden Stellplätze gefunden hatten und uns außerdem auf ein richtiges Bett freuten.

Im Hostel angekommen gab es erst einmal nur ein dringendes To-do: Duschen!

Nachdem Mona fertig gewesen war, wurde mir erst richtig bewusst, wie sauber man sein konnte – und wie gut man riechen konnte. Ich hingegen war die Stinkbombe der Nation und freute mich umso mehr auf die Dusche.😅😅

Den Abend ließen wir in Puerto Natales ausklingen. Wir schlenderten durch die Straßen, entdeckten kleine Shops für den nächsten Tag – Mona musste ja ihrem Shopping-Wahn nachkommen 😄 – und ließen es uns in einem chilenischen Restaurant mit den besten nationalen Gerichten noch einmal richtig gut gehen.

 

01.12.2025 – The final kilometers

 

Hola Punta Arenas!

Nach einer entspannten und wohlverdienten Nacht in einem richtigen Bett verließen wir am Vormittag unser Hostel – allerdings nicht, ohne vorher noch ein kleines Café aufzusuchen.

Während Mona die Läden leer shoppte, verbrachte ich die Zeit damit, Tagebuch zu schreiben und Leute zu beobachten – in einer Chocolatería in Natales.

Am frühen Nachmittag brachen wir auf zu unserer finalen Etappe: von Puerto Natales nach Punta Arenas. Unterwegs buchten wir ein kleines Hotelzimmer, um dort die letzten beiden Nächte zu verbringen, und erreichten am frühen Abend unsere Unterkunft.

Abendessen kochen, Pläne für den kommenden Tag schmieden – und dann ab ins Bett.

02.12.2025 – A dream come true

 

Abgesehen von meiner großen Bucketlist gab es für diese Reise auch eine kleine, persönliche Liste mit Dingen, die ich unbedingt erleben wollte. Und bevor es zurück in den Chiemgau ging, musste noch ein ganz wichtiger Punkt abgehakt werden: Pinguine hautnah und in ihrer natürlichen Umgebung erleben. 🐧 

Gesagt, getan. 🤩 

Unser Tag startete sehr früh, denn schon um 6:30 Uhr legte unser Boot ab, um auf der Insel Isla Magdalena endlich die sehnsüchtig erwarteten Pinguine zu sehen.
Ich hätte vermutlich drei Seiten über diese Pinguine schreiben können – darüber schwärmen, wie süß und vor allem tollpatschig sie waren – aber am Ende lässt sich der Ausflug einfach zusammenfassen: Es war grandios.

Etwa 1,5 Stunden durften wir auf der Insel verbringen und sahen unzählige Pinguine, Möwen und andere Vögel.

Auf dem Rückweg gab es dank bestem Wetter sogar noch einen weiteren Highlight-Stopp, um Seelöwen zu beobachten. Alles in allem war es ein absolut perfekter Ausflug. ☀️ 🐧 🚢 

Zurück an Land ging es dann noch gemütlich durch die Stadt – auf Essenssuche, shoppen und Kaffee trinken – bevor wir uns wieder ins Hotel zurückzogen.

 

03.12.2025 – Time to say goodbye / Adiós


Unser letzter Tag in Patagonien. 😔 

Gegen 11:00 Uhr wurde Diego bei unserem Hotel abgeholt. Schon lustig, wie „attached“ man an einen Camper sein konnte – in den 3,5 Wochen hatten wir wirklich eine Menge mit dem „Burschen“ erlebt.

Nachdem Diego abgeholt worden war, machten wir uns zu Fuß Richtung Stadt und gingen erst einmal frühstücken. Zum Glück hatten wir bestes Wetter – auch wenn es extrem windig und frisch war. 🌬️ ☀️ 🥶 

Zufälligerweise war eine Bekannte zur gleichen Zeit mit ihrem Mann in der Stadt, und so verbrachten wir den letzten Tag gemeinsam in Punta Arenas. Eine kurze Bar-Runde zum Austausch über die gegenseitigen Reisen und Erlebnisse, ein gemeinsames Abendessen – mexikanisch 😄, weil man das in Chile eben so isst 😂 – und dann ging es zurück ins Hotel.

Koffer packen, noch einmal kurz schlafen – und ab zum Flughafen. ✈️ 

 

04.12.2025 – Dankbar

Nun saß ich hier, am Flughafen in Punta Arenas, und wartete auf meinen Flug nach Santiago, der mich weiter nach Madrid und schließlich nach München bringen würde.

 

Die letzten 3,5 Wochen waren kaum in Worte zu fassen. Vielleicht brauchte das alles auch einfach noch Zeit – Zeit, um alles sacken zu lassen, das Erlebte zu verarbeiten und die unzähligen Eindrücke zu sortieren.

 

Aber eines wusste ich mit Gewissheit:
Patagonien war lange ein Traum meinerseits gewesen – und hatte mich zu keiner Sekunde enttäuscht. Ein Stück meines Herzens blieb ganz sicher dort, und ich war nicht zum letzten Mal auf diesem wunderschönen Fleck Erde.