Second A* Day



der heutige Morgen fängt mit einem Ausblick an, den man schon fast als Bilderbuchreif betiteln könnte.
Die Aussicht aus meinem heutigen Schlafzimmer ist einfach gigantisch.
Ich blicke direkt in einen Bergkessel, umgeben von 7000ern.
Wenn der Tag so startet, kann es einfach nur gut werden.


Nach einem super sättigenden Frühstück und wie immer ca 1.5 Litern Tee geht es an den heutigen Akklimatisierungshike.
Heutiges Ziel: Sundaer Peak (5200m)
Tatsächlich war ich die letzten 1-2 Tage schon ziemlich nervös bzgl. der heute geplanten 5000er Besteigung.
Einfach mal so von 3880m auf 5200m macht man eben auch nicht jeden Tag.

Heute starten wir natürlich ohne großes Gepäck und sich demnach auch ohne meinen Sherpa unterwegs.
Pasang und ich machen uns also früh morgens auf den Weg in Richtung Gipfel.
Nach den ersten 200hm merke ich bereits, dass es Pasang heute noch allzu gut geht und er sein tägliches Rennsemmel-Tempo mit jedem Schritt etwas zurückfährt.
Als wir die 4100m erreichen legen wir die erste kurze Pause ein.
Er ist sehr zufrieden mit meiner „Gangleistung“ und meinem Tempo und erkundigt sich mehrmals, wie weit ich denn heute eigentlich noch rauf gehen möchte.

Bei 4500m beenden wir unsere Tour.
Pasang meint er wäre sich sicher ich hätte am geplanten Renjo Pass keine Probleme über die 5000m hinaus zu kommen und da er sich heute nicht allzu gut fühle würde er an diesem Punkt nun gerne umdrehen.
Ein bisschen geknickt bin ich tatsächlich schon, da ich nicht nur super motiviert war, sondern natürlich auch gerne die 5000m geknackt hätte…
Aber in spätestens zwei Tagen wird dieser Punkt ohne hinkommen und man muss einfach manchmal auch umdrehen können.

 

So mühsam und beschwerlich die 700hm dieser Tour nach oben waren, so kurz und knackig ist der Abstieg.
Nach gefühlt kürzester Zeit sind wir zurück in Thame und somit habe ich den kompletten verbleibenden Tag zur freien Verfügung.

Ich nutze die freie Zeit, um nochmals ein bisschen die Umgebung zu erkunden. Schreibe Reisetagebuch und versuche meine Gedanken zu diesem Trek, meinem Leben und allem, was noch so in meinem Kopf aufploppt zu sortieren und gönne mir zur Feier der „freien“ Zeit (und weil es schon 7 Tage her ist) eine warme Dusche.

Am Abend beim Essen treffe ich auf ein paar wirklich nette und gesprächige / gesellige Trekker mit denen ich mich ausgiebig über Nepal, Tourismus und Trekking unterhalte bevor ich gegen 20:00 todmüde ins Bett falle.

Morgen geht es weiter nach Lungden. Das erste Mal über einen längeren Zeitraum über 4000m.
Ich bin schon sehr gespannt wie es mir damit gehen wird.

 

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